Der erste Frost ist da, der Ofen wartet – und schon stellt sich die Frage:
Wie zünde ich eigentlich richtig an?
Beim klassischen Anheizen legen die meisten das Anzündholz unten hin und stapeln die dicken Scheite obendrauf. Das Feuer brennt dann von unten nach oben – und ein großer Teil der Rauchgase zieht ungenutzt Richtung Rauchfang.
Beim Oben-Abbrand drehst Du das Prinzip beim Anheizen um:
Die dicken Scheite kommen nach unten, das Anzündholz und der Anzünder ganz nach oben. Das Feuer brennt von oben nach unten ab und die entstehenden Gase verbrennen in den heißen Flammen mit. Das Ergebnis:
- Weniger Rauch und Ruß: Die Scheibe bleibt länger sauber, Ofen und Rauchrohr verschmutzen weniger.
- Gleichmäßigere Wärme: Das Feuer brennt ruhig und kontrolliert ab, statt aufzuflackern und wieder einzubrechen.
- Weniger Holzverbrauch: Du holst mehr Energie aus jedem Scheit.
Schritt für Schritt Anleitung zum Brennholz anheizen
Das braucht Du zum Anheizen:
- Trockenes Holz: Hartholz wie Buche für die Hauptlast, Scheite in zwei bis drei Größen
- Anzündholz aus Fichte oder Kiefer, fein gespalten
- Naturanzünder (z. B. Holzwolle mit Wachs) oder ein Anzündmodul
- Streichhölzer oder Feuerzeug
Schritt für Schritt zum perfekten Feuer
- Brennraum vorbereiten: Hole die Asche bis auf eine dünne Schicht heraus. Ein dünnes Aschebett isoliert den Boden und hilft dem Feuer. Prüfe, dass die Luftwege frei sind.
- Dicke Scheite unten einschichten: Lege zwei bis drei kräftige Hartholzscheite nebeneinander auf den Boden des Brennraums.
- Kleinere Scheite kreuzweise darüber: Schichte die nächste Lage quer, mit etwas Abstand, damit die Luft durchziehen kann.
- Anzündholz und Anzünder ganz oben: Setze eine Lage fein gespaltenes Anzündholz auf und platziere den Anzünder in der Mitte obenauf.
- Luftzufuhr voll öffnen: Stelle alle Luftschieber laut Bedienungsanleitung auf maximal und zünde den Anzünder an.
- Feuer entwickeln lassen: Das Feuer arbeitet sich langsam nach unten. Nach etwa 10 bis 15 Minuten ist ein stabiles Glutbett entstanden.
- Luft drosseln: Sobald die Flammen ruhig brennen und die Scheite durchgezündet sind, reduzierst Du die Luftzufuhr schrittweise auf die vom Hersteller empfohlene Stellung.
So funktioniert es in den meisten Kaminöfen.
Hat Dein Ofen eine Besonderheit, etwa ein Kachelofen mit Zügen oder ein Ofen mit automatischer Luftsteuerung, hat die Bedienungsanleitung des Herstellers immer Vorrang.
Nachlegen von Brennholz
Der richtige Zeitpunkt ist entscheidend!
Lege erst nach, wenn die Flammen heruntergebrannt sind und ein gutes Glutbett vorhanden ist.
Öffne die Tür langsam, damit kein Rauch in den Raum zieht, und lege zwei bis drei Scheite auf die Glut. Die Luft bleibt für ein bis zwei Minuten voll offen, bis das Holz wieder Feuer fängt.
Die häufigsten Fehler beim Anheizen
- Feuchtes Holz: Es qualmt, rußt und bringt kaum Wärme. Achte schon beim Kauf auf ofenfertig getrocknetes Holz.
- Zu viel Holz auf einmal: Eine Überladung erhöht die Temperatur schlagartig und belastet Ofen und Rauchfang.
- Luft zu früh drosseln: Das Feuer erstickt und es entsteht Rauch statt Wärme.
- Falsches Material: Verbrannt wird nur unbehandeltes Naturholz – keine Verpackungen, Kartons oder behandeltes Holz.
- Kalter Rauchfang: Bei sehr kaltem oder windigem Wetter zieht der Kamin anfangs schlecht. Wärme ihn mit einem kleinen Anzünder oder zusammengeknüllten Papier kurz vor.
Unser Tipp: Gutes Anheizen beginnt beim Holz
Der beste Oben-Abbrand nützt wenig, wenn das Holz nicht stimmt. Unser Brennholz und unser Anzündholz aus Fichte und Kiefer liefern wir Dir ofenfertig getrocknet direkt aus der Steiermark zu dir nach Hause – österreichweit.
Du bist Dir unsicher, welches Holz zu Deinem Ofen passt? Kontaktiere uns – wir beraten Dich gerne.
Wir heizen Euch ein!
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