Kaminöfen erfreuen sich in Energiesparzeiten zunehmender Beliebtheit. Ist erst einmal geklärt für welche Variante man sich entschieden hat: Schwedenofen, Tischherd, offener Kamin, Kachelofen … und brennt das erste feine Feucherchen, stellt sich die Frage, wie man so einen Ofen eigentlich sauber macht. Wir haben dem Thema Kaminofen reinigen deshalb ein ganzes Kapitel gewidmet.
Wie reinige ich meinen Kamin?
Die Frage aller Fragen: Wie bekomme ich die Asche aus dem Kamin?
Wohin mit Asche aus dem Ofen?
Ist die Asche abgekühlt zieht man die Aschenlade einfach heraus und entsorgt die (wirklich, wirklich gut abgekühlte) Asche im Restmüll. Es empfiehlt sich aber im laufenden Betrieb nur mit dem Schürhaken grob die Asche durch den Rost zu schieben und die Holzkohlenstücke im Brennraum zu belassen. So hat man nach dem erneuten Anzünden wieder ruckzuck Glut.
Übrigens, bei hochwertigem Brennholz fällt in der Regel nie mehr als ca. 1-2 % von der verfeuerten Holzmenge an Aschemenge an.
Kaminofen reinigen
Mindestens einmal im Jahr ist Großputz angesagt
Nach der Heizperiode, aber auf alle Fälle vor Beginn der neuen Heizperiode solltest Du Deinen Ofen und speziell den Rauchabzug gründlich reinigen. Das ist auch wichtig, um Deinen Kamin vor Rußbrand zu schützen. Dazu öffnest Du das Ofenrohr indem Du den Deckel der Reinigungsöffnung im Rauchrohrknie abschrauben. Dann löst Du mit einer speziellen Bürste die Rußablagerungen. ACHTUNG: es empfiehlt sich, dabei die unmittelbare Umgebung großzügig mit Zeitungspapier oder einer Plane abzudecken.
PS: Beim Kachelofen ist es das Nachheizregister, das zu reinigen ist.
Schornstein reinigen mit Kartoffelschalen … !?
Glanzruß und in weiterer Folge Kaminbrand sind der Angstgegner jedes Kaminbesitzers.
Er entsteht entweder durch falsches Heizen mit zu geringer Sekundärluft, zu nassem Holz oder weil Ofen bzw. Kamin falsch dimensioniert sind. Zweckdienliche Hinweise dazu liefert Ihnen Ihr Rachfangkehrer beim gesetzlich vorgeschriebenen Fegetermin. Als altes Hausmittel gelten rohe Kartoffelschalen, die in die hohe Glut geworfen werden. Der hierbei entstehende Wasserdampf nimmt die Kartoffelstärke mit in den Schornstein und kondensiert dort aus. Die Kartoffelstärke löst den Glanzruß und lässt ihn abrieseln. Aber Vorsicht, zu viele nasse Kartoffeln erhöhen kaum den beabsichtigten Erfolg und ein zu stark versiffter Kamin lässt sich davon auch nur marginal beeindrucken.
PS: Wenn Dein Kamin eine Sichtscheibe hat und diese ständig schwarz angeschlagen ist, dann ist das ein guter Indikator dafür, dass sich eventuell Glanzruß aufbaut.
Kaminofen reinigen – der Brennkammer-Check
Auch die Brennkammer sollte vor der Heizsaison mindestens einmal gründlich gereinigt werden. So siehst Du etwaige Verschlackungen oder Schäden an der Feuerraumverkleidung und kannst diese rechtzeitig von einem Fachbetreib reparieren oder austauschen lassen. Dazu eignet sich ein hochwertiger Staubsauger. Es gibt aber auch eigene Aschesauger bzw. Aschefilter, die an den normalen Staubsauger angeschlossen werden.
Wie oft muss man die Kaminscheibe reinigen?
Die Glasscheibe, so vorhanden, sollte je nach Intensivität der Nutzung mindestens einmal in der Woche gereinigt werden. Dazu nimmt man einfach etwas Zeitungspapier, macht es ein wenig feucht und tippt es in kurz in die weiße Asche (Achtung, da dürfen keine auch noch so kleinen Kohlestückchen dabei sein). Damit reibst Du dann die Scheibe gut ab. So verhinderst Du auch, dass sich Ablagerungen einbrennen. Diese Methode ist a) umweltschonender und b) verträglicher als Glasreiniger, da dieser bei einigen Kaminmodellen die Oberfläche angreifen kann.
PS: Wer kein Zeitungspapier nehmen möchte, greift auf Kaminscheiben-Reiniger- und -Schwämmchen aus dem Fachhandel zurück.
Kaminofen außen reinigen
Keine einfache Frage, bei den vielen zahlreichen Oberflächen aus denen Kaminöfen bestehen.
Wichtig ist es beispielsweise den Stahlkorpus eines Kaminofens nicht mit Wasser zu reinigen, da sich Flugrost in den Fugen bilden könnte. Säurehaltige Reinigungsmittel wiederum können den Lack angreifen. Er sollte aber vor der ersten Inbetriebnahme nicht staubig sein, da verbrannter Staub sehr unangenehmen sein kann. Staubsauger bzw. Staubwedel und ein feuchtes Tuch sorgen hier für Abhilfe.
Marmor, Stein und Eisen bricht
Auch Marmor, Granit und Naturstein sind empfindlich gegenüber säurehaltigen Putz- sowie gegenüber Scheuermittel. Nähere Dich also mit Staubwedel, klarem Wasser und einem fusselfreien Tuch. Hartnäckige Verschmutzungen lassen sich mit Spülmittel und Spezialreinigern lösen. Auch keramische Ofenkacheln bevorzugen Staubtuch und Wasser während Sie bei hartnäckigen Flecken bei Speckstein schon mal zu Nitroverdünnung und Topfschwamm greifen dürfen. Generell gilt aber für alle Ofenflächen: Finger weg von Reinigern die Essig, Ameisen- oder Zitronensäure beinhalten.
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